Wie stark Konsum und Lebensstil an den Wasserressourcen zehren

Wasserkrise

750 Millionen Menschen weltweit haben derzeit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

Eine erschreckende Zahl und Anlass genug für uns einen Blogbeitrag über dieses Thema zu schreiben. Beunruhigend empfinden wir vor allem die enormen Unterschiede im Hinblick auf den durchschnittlichen Wasserverbrauch eines Menschen.

Was an unseren Wasserressourcen zerrt und wie Ihr täglich selbst einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der weltweiten Ressourcen beitragen könnt, erfahrt Ihr hier.

 

Während ein US-Bürger im Durchschnitt 300 Liter Wasser pro Tag verbraucht, nutzt ein Ägypter gerade einmal 22 Liter pro Tag. Auch in Deutschland beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Tag 124 Liter. Diese Unterschiede sind kaum vorstellbar. In Ländern wie Deutschland, in denen das Wasser aus dem Hahn kommt egal wann man es braucht und das wöchentliche Bad einfach dazugehört, macht man sich selten Gedanken darüber, dass dieses Gut an anderen Orten der Welt oftmals Mangelware ist. Ist es nicht unglaublich, dass sich der weltweite Wasserverbrauch in den vergangenen 100 Jahren verzehnfacht hat und doch etwa vier Milliarden Menschen zumindest zeitweilig keinen Zugang zu ausreichend Wasser haben. Das sind ganze zwei Drittel der Weltbevölkerung!

 

Der Kampf ums Wasser

Klar ist, bei gleichbleibender Entwicklung zwischen Verbrauchs- und Bevölkerungswachstum wird es in Zukunft zu katastrophalen Engpässen kommen! Bedingt wird diese Entwicklung auch durch die Eingriffe des Menschen – Stauungen, Umleitungen und der Klimawandel tragen ihren Beitrag dazu bei. Außerdem verbraucht die Landwirtschaft 70 Prozent des weltweit genutzten Wasser.

 

Wie groß ist Dein Water Footprint?

Kaum einer kennt seinen persönlichen Water Footprint und den der Dinge, die wir tagtäglich nutzen oder verbrauchen. Die Größe kann als der kleine Bruder des ökologischen Fußabdrucks angesehen werden. Er gibt an, wie hoch der Wasserverbrauch für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen ist. Auch ganze Unternehmen und Städte können ihren Water Footprint berechnen. Der Wasserverbrauch von häufig verwendeten Konsumgütern variiert stark. Schon eine kurze Übersicht gibt Aufschluss über die bedeutenden Unterschiede (Wasserverbrauch einiger Lebensmittel in Liter pro Kilo):

  • Tomaten:      214
  • Kartoffeln:    287
  • Kopfsalat:     327
  • Erdnüsse:     2.782
  • Butter:          5.553
  • Rindfleisch: 15.415

Bewussteres Einkaufen und ein wenig Verzicht können zur Schonung der weltweiten Wasserressourcen beitragen, doch sind vor allem internationale Lösungen gefragt. Das Water Footprint Network (WFN) versucht die weltweite Wasserkrise zu lösen, indem es die faire und intelligente Nutzung der Ressourcen vorantreibt. Ziel soll es sein, das frische Wasser unter allen Menschen gerecht aufzuteilen und somit auch für ein wenig mehr Frieden zu sorgen. Dennoch müssen Wissenschaft und Politik stärker zusammenarbeiten, um diese Problematik zu  lösen…

…. ein noch sehr langer Weg, aber jeder kann für sich entscheiden, ob die tägliche Dusche nicht doch von 15 auf 10 Minuten beschränkt werden kann. Denn ein kleiner Beitrag im Einzelnen bewirkt in Summe oft Großes!

Quelle: Eve-Magazin, Ausgabe 2.2017 März/April
Bildquelle: http://www.codecheck.info/news/WWF-warnt-vor-Wasserkrise-40063

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1 Antwort

  1. 29. März 2017

    […] Der Kampf ums Wasser Klar ist, bei gleichbleibender Entwicklung zwischen Verbrauchs- und Bevölkerungswachstum wird es in Zukunft zu katastrophalen Engpässen kommen! Bedingt wird diese … lesen Sie weiter! […]

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