Energie durch Schritte – eine neue Generation eines „Fußballplatzes“

Fußballplatz

Freizeitspaß mit Nachhaltigkeit verbinden, kann das möglich sein? Wenn man sich in der nigerianischen Wirtschaftsmetropole Lagos umsieht, muss die Antwort ganz klar „Ja“ lauten. Denn die Fußballspieler erzeugen auf dem Feld ihren ganz eigenen Strom. Wie genau das funktionieren soll, erfahrt Ihr, wenn Ihr den einfachen Klick auf den folgenden Beitrag wagt.

In Lagos spielen die Fußballer nicht nur um den Sieg, sondern auch um den Strom für ihre Flutlichtanlage. Unter dem Rasen des dortigen Fußballfelds des Teachers College wurden 100 rechteckige Platten ausgelegt, die jeweils 45 mal 60 cm groß sind. Genau diese Platten sorgen während des Spiels dafür, dass die Last der zahlreichen Fußtritte von elf Spielern in elektrische Energie umgewandelt wird. Nun sorgen Batterien für die Speicherung der entstandenen Energie. Zusätzlich  wird außerdem der Strom einer nahe gelegenen Solaranalage in die Batterie gespeist, sodass sie nach Sonnenuntergang mühelos die Energieversorgung der Scheinwerfer übernehmen kann.

Die Technologie stammt vom vielfach prämierten Unternehmen Pavegen aus Großbritannien. Besonders toll an diesem Projekt ist, dass die verbauten Platten aus recyceltem Gummi ausrangierter LKW-Reifen hergestellt werden.

Ein Fußballfeld, das zeigt, wie leicht es sein kann umweltfreundliche Energieerzeugung in den Alltag zu integrieren. Vor allem in den Städten des westafrikanischen Landes stellt die Stromversorgung ein großes Problem dar. In den Städten haben hier nur etwa 30 Prozent der Menschen Zugang zu Strom, außerhalb dieser Zentren sind es nur noch etwa 10 Prozent. Zum Kochen werden oftmals Kerosinlampen verwendet, weil die Einwohner nichts anderes haben.

Erschreckend ist auch, dass rund 80 Prozent der nigerianischen Energie aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird. Nigeria ist der zwölftgrößte Ölexporteur der Welt und somit sogar abhängig vom Öl. Mit dem Fußballplatz, der seinen Strom selbst erzeugt, soll ein Zeichen in eine andere Richtung gesetzt werden. Laurence Kemball-Cook, der Gründer von Pavegen, hat sich bei der Umsetzung des Projektes ausgerechnet für einen Fußballplatz einer Hochschule entschieden.
“ Wir wollen zehntausende Menschen inspirieren, insbesondere Lehrer, die in den nächsten Jahren vorangehen werden, so dass die nächste Generation afrikanischer Kinder anders über Energie denken wird”, sagt er in einem Video.

Für diesen Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit gibt es von uns eindeutig den „Daumen hoch“.

Quelle: https://green.wiwo.de/energie-durch-schritte-dieser-fußballplatz-erzeugt-seinen-strom-selbst/
http://i.huffpost.com/gen/3946916/images/o-LAGOS-facebook.jpg

 

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1 Antwort

  1. 8. März 2016

    […] Freizeitspaß mit Nachhaltigkeit verbinden, kann das möglich sein? Wenn man sich in der nigerianischen Wirtschaftsmetropole Lagos umsieht, muss die Antwort ganz klar „Ja“ lauten. Denn die Fußballspieler erzeugen auf dem Feld ihren ganz eigenen Strom. Wie genau das funktionieren soll, erfahrt Ihr, wenn Ihr den einfachen Klick auf den folgenden Beitrag wagt. In Lagos spielen die Fußballer nicht nur um den Sieg, sondern auch um den Strom für ihre Flutlichtanlage. Unter dem Rasen des dortigen Fußballfelds des Teachers College wurden 100 rechteckige Platten ausgelegt, die jeweils 45 mal 60 cm groß sind. Genau diese Platten sorgen während des Spiels dafür, dass die Last der zahlreichen Fußtritte von elf Spielern in elektrische Energie umgewandelt wird. Nun sorgen Batterien für die Speicherung der entstandenen Energie. Zusätzlich  wird außerdem der Strom einer nahe gelegenen Solaranalage in die Batterie gespeist, sodass sie nach Sonnenuntergang mühelos die Energieversorgung der Scheinwerfer übernehmen kann. Die Technologie stammt vom vielfach prämierten Unternehmen Pavegen aus Großbritannien. Besonders toll an diesem Projekt ist, dass die verbauten Platten aus recyceltem Gummi ausrangierter LKW-Reifen hergestellt werden. Ein Fußballfeld, das zeigt, wie leicht es sein kann umweltfreundliche Energieerzeugung in den Alltag zu integrieren. Vor allem in den Städten des westafrikanischen Landes stellt die Stromversorgung ein … lesen Sie weiter! […]

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