Stationärer Handel: Schlag gegen Matratzen-Kartell glückt

Die „Bild am Sonntag“ berichtete vor Kurzem (der Link ist leider nicht mehr verfügbar), dass das Bundeskartellamt noch diesen August Bußgelder gegen Hersteller in einem Matratzen-Kartell erlassen wird, da diese verbotenerweise Preise abgesprochen hätten. Noch weiß man nicht, wie hoch und gegen welche Hersteller genau die Bußgelder verhängt werden.

Wir freuen uns über diese Meldung, denn die für diesen Schritt zugrundeliegenden Preisabsprachen gibt es schon lange: Die Praktiken des stationären Handels und vor allem der Matratzen-Discounter haben unsere Branche und auch den Handel mit höherwertigen Matratzen im Internet in ein schlechteres Licht gerückt. Ein besonderer Dorn im Auge sind uns die immensen Rabatte, mit denen geworben wird, denn diese kommen durch unlautere Methoden zustande. So setzte das Matratzen-Kartell konsequent die gesamte Branche unter Druck und verfälschte auch das Preisgefühl der Kunden völlig.

Frontal 21 hat Anfang letzten Jahres eine sehr schöne Reportage zum Thema gesendet, die an Aktualität kaum eingebüßt hat.

Ich vermute nicht, dass in Kürze große Preis-Änderungen zu erwarten sind oder der Handel mit Billig-Matratzen großartig seine Struktur und Gewohnheiten ändert. Es zeigt aber zwei Dinge: Wie wichtig Preis-Transparenz ist und dass man als Kunde auf jeden Fall kritisch bleiben sollte wenn mit sehr hohen Rabatten geworben wird.

Bildmaterial Quelle und Copyright: Bundeskartellamt

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Keine Antworten

  1. Nico sagt:

    Überall Kartelle… Erst Bier und dann auch noch Matratzen? Das gibts doch gar nicht. Schw…erei ist das! Und die „dummen“ Kunden bezahlen schön. Da behalte ich meine Matratze lieber noch ein paar Jahre, sollen die ihren Mist behalten.

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