Oktoberfest 2015 – ökologisch wie nie zuvor

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Bio-Verpflegung und Ökotoilette – diese zwei Begriffe hören sich nach einem ökologischen Kaufhaus um die Ecke an. Aber nein, wir sprechen von einer Partylocation der Superlative – dem größten Volksfest der Welt, das Münchner Oktoberfest! 16 Tage Feierei sind bald zu Ende. Da mag Einer denken, dass am Sonntagabend nur eine riesen Sauerei übrig bleibt. Mit dem diesjährigen Oktoberfest wird diese Schlussbilanz jedoch nicht verzeichnet, denn das Oktoberfest 2015 ist so ökologisch wie nie zuvor.

Wie genau wird Umweltfreundlichkeit auf der Wiesn groß geschrieben?

Das Oktoberfest verbindet man in erster Linie mit sechs Millionen unterschiedlich angetrunkenen Besuchern, welche eine halbe Million Hähnchen verspeisen und mit acht Millionen Liter Bier nachspülen. ABER!  Die Wiesn hat sich mittlerweile nun einen Status erarbeitet, den kaum jemand unter Euch kennt – den Status als grünes Großereignis. Im Jahr 1997 bekam das Münchner Oktoberfest den „Umwelt-Oscar“ verliehen. So verzeichnet das Oktoberfest eine außerordentliche, nachhaltige Bilanz:

  • Bio-Verpflegung: Ihr findet auf dem Oktoberfest nun auch alles in Bio-Qualität, besonders bei Fleisch wird verstärkt Wert darauf gelegt. Maßkrüge aus Glas und Porzellan sowie die Einhaltung des deutschen Reinheitsgebotes ohne genverändertes Getreide ist dort selbstverständlich – Bierdosen Ade!
  • Ökotoilette: Nach dem Reinigen der Maßkrüge landet das Spülwasser in den Toilettenspülungen von fünf der vierzehn Festzelte.
  • 90% weniger Restmüll: Dank Plastikteller-Verbot! Statt den Papptellern findet man Porzellan auf den Biertischen. 8.100 Tonnen Müll wurde früher noch produziert. 2014 waren es nur noch 958 Tonnen Müll, das sind 200g pro Wiesnbesucher.
  • Ökostrom: Wenig, aber immerhin – so findet Ihr ökologischen Strom auf dem Oktoberfest vor. Die Umwelt soll trotz der Großveranstaltung immer mehr geschont werden. Über 60% der selbständigen Schausteller und Festzeltbetreiber  haben freiwillig auf Ökostrom umgestellt. Zum Beispiel der Freefall-Tower oder das Riesenrad werden mit Elektrizität aus Wasserkraftwerken betrieben. Straßen und Toiletten verfügen schon seit dem Jahr 2000 über Ökostrom. Hier ist trotz der ganzen Bemühungen definitiv noch großes Potenzial nach oben offen. Wer unter Euch komplett bei der An- und Abreise auf Strom und CO2 verzichten will, zieht die dreirädrigen Rikschas heran. Diese werden nur durch Muskelkraft der Fahrer betrieben. Über 200 Fahrradtaxen sind hier zur Oktoberfestzeit im Einsatz.

Die letzten 5 Tage des Oktoberfests stehen noch bevor. Ein Besuch lohnt sich hier allemal, nicht zuletzt deshalb, wenn ich mein Bio-Hendl von einem Mehrweg-Porzellanteller essen kann und im Ökostrom betriebenen Riesenrad das Oktoberfest von der Luft aus betrachte, um mich anschließend mit der Fahrradrikscha nach Hause fahren zu lassen. Dies macht nicht nur mich als Besucher glücklich, sondern auch ein Stück unsere Umwelt.

Ob einem das Ganze bei den mittlerweile saftigen Preisen Wert ist, darf natürlich jeder selbst entscheiden 😉

 

Quelle: www.dw.com/de/das-oktoberfest-wird-%C3%B6ko/a-18698805

Bildquelle: www.pixabay.com

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