Das Milchhäusle in Böbingen

24 Stunden frische Milch und Eier – ganz ohne schlechtes Gewissen!

Ich habe mich in letzter Zeit immer schwer getan mit dem Milchkauf. Ich will für meinen morgendlichen Kaffee eine Milch, die von glücklichen Kühen kommt und möglichst in der Region erzeugt wird, damit die Umwelt nicht auch noch mit dem Transport belastet wird. Es gibt im Supermarkt Produkte, die aus der Heimat stammen. Aber Heimat ist eben relativ. Und wie es den Tieren geht, ist dabei auch ungewiss. Gutes Gewissen ist anders…

Als meine Freundin mir von einem „Milchhäusle“ direkt zwischen Böbingen und Heubach erzählte, die Ihre auf dem eigenen Hof produzierte Milch anbieten, wurde ich hellhörig. Das wäre die Lösung!

An einem Sonntag wurde dann das Milchhäusle gründlich inspiziert. Schon auf den ersten Blick ist die urige Holzhütte auf Anhieb sympathisch. Die liebevolle Inneneinrichtung macht das Einkaufen zur Freude. Ihr habt die Wahl zwischen 1-Liter-Glasflaschen und 0,5-Liter-Plastikflaschen, die es günstig zu kaufen gibt. Oder Ihr bringt selber einen Behälter mit. Und dann nach Herzenslust und Bedarf die Milch aus dem Automaten einfüllen. Die gekauften Flaschen können selbstverständlich wieder mitgebracht und neu befüllt werden.

Und mit dieser Milch schmeckt mein Kaffee richtig lecker, weil ich ein gutes Gefühl dabei habe. Das schmeckt man (frau auch :-)) einfach! Funktioniert übrigens auch mit Kaba klasse ;-). Mit Eiern hatte ich das gleiche Dilemma; auch dieses wurde gleich mitgelöst, weil im Milchhäusle auch leckere, frische Eier angeboten werden. Zwar hält diese frische Milch nur 2-3 Tage, dafür macht das Einkaufen hier richtig Spaß.

Und wenn der Andrang mal größer ist, findet man immer nette Gesprächspartner, die sich ebenso über die tolle Idee der Familie Bressel und die leckere Milch für das gute Gewissen freuen :-). Probiert’s mal aus, das Abzapfen am Automaten ist fast wie das Melken direkt von der Kuh 😉 – das macht richtig Spaß!

 

Alles „ohne Gentechnik“

 

 

 

 

Dieser Hinweis springt mich von dem Flyer vom Milchhäusle an.

Was bedeutet das eigentlich?

Ich habe mal nachgeforscht, was es denn damit auf sich hat.

Ich versuche, das am Beispiel Argentinien und Soja-Anbau zu erläutern (ist aber erschreckenderweise in vielen Ländern und vor allem noch mit Mais sehr weit verbreitet).

Da mit Gen-Soja weit mehr Geld als mit klassischer Land- und Viehwirtschaft gemacht werden kann, entsteht auf der vorhandenen Agrarfläche eine Monokultur und zusätzlich wird der argentinische Nebelwald für den Soja-Anbau gerodet. Eigentlich schlimm genug. Hinzu kommt aber, dass die Bevölkerung durch den Rückgang an Landwirtschaft nicht mehr ausreichend Lebensmittel produziert.

Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, wird der Soja für eine einfachere Ernte so genmanipuliert, damit er resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel wird. Das Unkraut wird mit der Zeit allerdings ebenfalls immun und immer giftigere und hochkonzentriertere Pestizide müssen eingesetzt werden. Dieser Soja wird dann gemahlen und wird nach einem unheimlich langen und umweltschädlichen Transport als Kraftfutter an unsere einheimischen Tiere verfüttert. Und wir konsumieren das Fleisch, die Milch und weitere Erzeugnisse dieser Tiere. Na dann – prost, Mahlzeit…

Für Lebensmittel, die unter Einsatz von Gentechnik erzeugt werden, besteht übrigens keinerlei Kennzeichnungspflicht. Allerdings können die Hersteller freiwillig ihr Produkt ohne Gentechnik mit dem abgebildeten Siegel versehen. Also für mich ganz klar, dass ich bei der Entscheidungsfindung Produkte mit diesem Siegel wähle. Bei Milch und Eiern habe ich ja zum Glück meinen Lieferanten in Böbingen. Also bis bald, vielleicht sehen wir uns ja am Milchhäusle ;-).

 

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3 Antworten

  1. Brigitte Wengenmayr sagt:

    Hallo, wo ist denn Böbingen? Zwischen Aalen und Mögglingen vielleicht?
    Grüße von

  1. 13. Dezember 2016

    […] Und mit dieser Milch schmeckt mein Kaffee richtig lecker, weil ich ein gutes Gefühl dabei habe. Das schmeckt man … lesen Sie weiter! […]

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