Schmelzende Eisberge führen zu weniger CO2

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Habt Ihr in letzter Zeit das Wetter beobachtet? Könntet Ihr anhand der Wetterlage sagen, welchen Monat wir gerade schreiben? Ich könnte es nicht! Mal fällt der Schnee, dann scheint die Sonne bei 15 Grad und heute „Orkanböen“. Das Wetter spielt verrückt. Der Klimawandel lässt grüßen!

Durch diese Auswirkung schmelzen Eisberge weltweit und der Meeresspiegel steigt. Jedoch führen schmelzende Eisberge auch zu einem langsameren Anstieg der CO2-Konzentration in der Luft.

Ja, Ihr habt richtig gehört! Schmelzende Eisberge reduzieren CO2. Denn durch die schmelzenden Eisberge wächst das Plankton im Meer, welches CO2 bindet! Dieser „positive“ Effekt ist größer als erwartet und könnte somit zu einer Verlangsamung der Erderwärmung führen.

Dieses Phänomen wurde durch jahrelange Forschungsarbeit herausgefunden. Hierbei haben Wissenschaftler der Universität Sheffield Satellitenbilder von ca. 200 sehr großen Eisbergen im Südpolarmeer (Antarktis) analysiert.

Die vermehrte Planktonbildung im Schmelzwasser und der damit verbundenen CO2-Bindung ist nichts Neues in der Wissenschaft, aber das Ausmaß, welches dieser Effekt mit sich bringt, jedoch nicht.

„Das scheint viel größer als bisher vermutet“, so Studienautor Grant Bigg gegenüber dw.com.

 

Wie funktioniert dieser Effekt?

Das Phytoplanktonwachstum wird durch das nährstoffreiche Schmelzwasser der Eisberge angeregt. Wachsendes Plankton zieht Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Sterben die Pflanzen wieder, nehmen sie das CO2 mit in die Tiefen des Ozeans und binden es somit über mehrere Jahrhunderte oder Jahrtausende.

 

CO2-Konzentration steigt trotz allem rasant an!

Betrachtet man die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um das Jahr 1850, misst man 280 ppm (parts per Million). Heute sind es 400 ppm. Um etwa zwei ppm pro Jahr steigt die CO2-Konzentration an. Dies ist sehr schnell!

Jedoch könnten laut Bigg die schmelzenden Eisberge die globale Erderwärmung ein wenig verlangsamen: „Sie bremsen den Anstieg der CO2-Konzentration um fünf bis zehn Prozent pro Jahr.“

 

Experten warnen!

Die Gesamtheit des Klimasystems bleibt aber noch ein Rätsel. Mögliche beschleunigende und verlangsamende Effekte bei der globalen Klimaerwärmung könnten noch ans Tageslicht kommen. Eins ist jedoch klar, schmilzt das Eis weiter, wird ein Großteil des Sonnenlichtes nicht mehr ins Weltall reflektiert und von der Erde geschluckt. Damit wird die Erderwärmung weiter beschleunigt.

 

Quelle: www.dw.com/de/weniger-co2-durch-schmelzende-eisberge/a-18974747

www.pixabay.com

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1 Antwort

  1. 9. Februar 2016

    […] Habt Ihr in letzter Zeit das Wetter beobachtet? Könntet Ihr anhand der Wetterlage sagen, welchen Monat wir gerade schreiben? Ich könnte es nicht! Mal fällt der Schnee, dann scheint die Sonne bei 15 Grad und heute „Orkanböen“. Das Wetter spielt verrückt. Der Klimawandel lässt grüßen! Durch diese Auswirkung schmelzen Eisberge weltweit und der Meeresspiegel steigt. Jedoch führen schmelzende Eisberge auch zu einem langsameren Anstieg der CO2-Konzentration in der Luft. Ja, Ihr habt richtig gehört! Schmelzende Eisberge reduzieren CO2. Denn durch die schmelzenden Eisberge wächst das Plankton im Meer, welches CO2 bindet! Dieser „positive“ Effekt ist größer als erwartet und könnte somit zu einer Verlangsamung der Erderwärmung führen. Dieses Phänomen wurde durch jahrelange Forschungsarbeit herausgefunden. Hierbei haben Wissenschaftler der Universität Sheffield Satellitenbilder von ca. 200 sehr großen Eisbergen im Südpolarmeer (Antarktis) analysiert. Die vermehrte Planktonbildung im Schmelzwasser und der damit verbundenen CO2-Bindung ist nichts Neues in der Wissenschaft, aber das Ausmaß, welches dieser Effekt mit sich bringt, jedoch nicht. „Das scheint viel größer als bisher vermutet“, so Studienautor Grant Bigg gegenüber dw.com.   Wie funktioniert dieser Effekt? Das Phytoplanktonwachstum wird durch das nährstoffreiche Schmelzwasser der Eisberge angeregt. Wachsendes Plankton zieht Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Sterben die Pflanzen wieder, nehmen sie das CO2 mit in die Tiefen des Ozeans und … lesen Sie weiter! […]

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