Echtpelz oder Kunstpelz? Muss nicht sein!

Pelz ist wieder in…

…und die Wenigsten von Euch wollen Echtpelz tragen. Habt Ihr auch schon davon gehört, dass Euch Echtfelle als Kunstfelle untergejubelt werden?

Und Ihr denkt: Ach für diesen Preis kann das sowieso kein Echtpelz sein! Falsch gedacht – selbst ein echtes Fell aus China ist billiger als ein gut gemachtes Kunstfell. Die Hersteller verwenden statt hochwertigem Kunstpelz den Echtpelz von Marderhunden, Kaninchen oder Füchsen. Der Blick täuscht – im Laden erkennt Ihr kaum den Unterschied.

 

Beim nächsten Kauf wollt Ihr Euch sicher sein, dass es kein Echtpelz ist?

Mit diesen 3 einfachen Tricks könnt Ihr die zwei Pelzarten auseinanderhalten:

 

  • Pusten: Pustet leicht in das Deckhaar hinein: Kunstfellhaare sind nahezu unbeweglich und in der Regel gleich lang geschnitten. Echtpelz hingegen bewegt sich sofort und leicht und besteht aus längeren sowie kürzeren, feineren Haaren. Zusätzlich kommt eine feine, leicht gekräuselte Unterwolle zum Vorschein.

 

 

 

  • Auseinanderziehen: Scheint beim Auseinanderziehen am Ansatz Leder hervor, handelt es sich um Echtpelz. Er wird mitsamt der Tierhaut verarbeitet. Bei Kunstpelz seht Ihr eine gewebte Textilschicht.

 

 

 

 

  • Anzünden: Reißt bei bereits gekaufter Ware ein paar Haare heraus und zündet diese an. Verbranntes Kunsthaar riecht wie Plastik und verhält sich auch so: Es entstehen kleine Klümpchen. Echtes Fell verbrennt wie menschliches Haar mit Horngeruch.

 

 

Die Stiftung Warentest untersuchte 2016 Textilien mit Kunstpelz.

Und was kam raus? Es war Echtpelz! Auch 2017 nahmen sie Kleidungsstücke mit angeblichem Kunstpelz genauer unter die Lupe und fanden heraus, dass es sich auch hier wieder um Echtpelz handelte.

Die Hersteller sind verpflichtet bei Gebrauch von echtem Fell an Kleidungsstücken den Hinweis „enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ deutlich zu markieren. Häufig ist das nicht der Fall und was passiert? Gar nichts.

Also fragte die Stiftung Warentest in Geschäften nach, ob sie echtes Fell benutzen. Darauf erhielt die Stiftung natürlich kaum Antworten. Selbst die Hersteller rücken nicht mit der Wahrheit heraus.

 

 Für uns ist Echtpelz ein No-Go!

Wie sieht es bei Euch aus?

Für „Kunstpelz“ werden mehr Tiere getötet als für Echtpelz.

Es leiden und sterben jährlich Millionen von Tiere für Pelzbekleidung. Zuerst werden sie gequält bevor ihnen lebendig die Haut heruntergezogen wird. Ein Leben im Käfig – pure Tierquälerei! Und das nur für einen Bommel an Mützen, Fellkragen oder Winterstiefel? Auch wenn Ihr Kunstpelz kauft, könnte es sein, dass Ihr für den Tod eines Tieres bezahlt habt, nur um gerade dem Trend zu folgen.

 

Wie Ihr helfen könnt?

Ganz einfach: Entweder Ihr kauft keine Pelzbekleidung oder Ihr macht vorab den Test. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, dann lasst lieber die Finger davon bevor Ihr Tiere leiden lasst.

Hier noch einen kleinen Tipp von mir: Seid Ihr selbst und folgt nicht gleich jedem Trend um „in“ zu sein.

 

Bildquelle: www.peta.de/echtpelz-oder-kunstpelz

www.pelz-mode-pohle.de

 

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1 Antwort

  1. 22. Februar 2017

    […] Anzünden: Reißt bei bereits gekaufter Ware ein paar Haare heraus und zündet diese an. Verbranntes Kunsthaar riecht wie Plastik und verhält sich auch so: Es entstehen kleine Klümpchen. Echtes … lesen Sie weiter! […]

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